25 Jahre Hospizbewegung Varel e.V.

25 Jahre Hospizbewegung Varel –

„Immer gehalten, immer getragen“

Seit 25 Jahren steht die Hospizbewegung Varel für Nähe, Zeit und Menschlichkeit. Beim Jubiläumsempfang im Forum Alte Kirche haben wir gemeinsam zurückgeblickt, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter gewürdigt und nach vorne geschaut.


Was mit einer Idee des Vareler Ärztevereins begann, ist heute eine feste Säule des sozialen Miteinanders in Varel und der Region. Aus den ersten Anfängen der ambulanten Hospizarbeit ist ein starkes Netzwerk aus haupt- und ehrenamtlichem Engagement, ambulanter Begleitung, Trauerarbeit sowie Hospiz- und Palliativversorgung entstanden.


Möglich gemacht haben diese Entwicklung vor allem Menschen, die bereit sind, für andere da zu sein.


Von den Anfängen bis heute


Besonders bewegend waren die Erinnerungen unseres Mitgründers, Pastor i. R. Achim Jürgens:


„Die ersten Mitglieder passten damals bei uns im Wohnzimmer aufs Sofa.“


Heute engagieren sich zahlreiche Mitglieder, Fördernde und Ehrenamtliche für die Hospizbewegung. Achim Jürgens betonte, wie wichtig die Ausbildung der ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter für die weitere Entwicklung war.


Mit einem Satz seiner verstorbenen Tochter brachte er auf berührende Weise zum Ausdruck, was Hospizarbeit bedeuten kann: „Immer gehalten, immer getragen.“


Zeit schenken und Menschen begleiten


Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Menschen, die wir begleiten.

Gemeinsam erzählen, sich erinnern, lachen oder einfach schweigen: Unsere Ehrenamtlichen schenken schwerstkranken und sterbenden Menschen etwas besonders Wertvolles – ihre Zeit.


Ein wichtiger Meilenstein war 2018 die Eröffnung des Hauses der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“. Dort finden ambulante und stationäre Hospizarbeit sowie weitere Angebote unter einem Dach zusammen.


Dass die Menschen in der Region unserer Arbeit vertrauen, zeigt auch die große Unterstützung beim diesjährigen Hospiztag. Dabei kamen rund 58.000 Euro an Spenden zusammen. Für diese Unterstützung sind wir sehr dankbar, denn viele Bereiche unserer Arbeit sind weiterhin auf Spenden angewiesen.


Große Wertschätzung für unsere Arbeit


Wir haben uns sehr gefreut, dass Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies gemeinsam mit uns das Jubiläum gefeiert hat. Er würdigte die Vareler Hospizbewegung als Pionierin und hob besonders das Engagement der vielen Ehrenamtlichen hervor: „Die Hospizbewegung hier in Varel ist ein echter Motor, und ich wünsche Ihnen, immer mehr Menschen zu gewinnen, die diese Arbeit auch machen wollen. Wir brauchen mehr Menschen wie Sie!“


Auch Bürgermeister Gerd-Christian Wagner fand persönliche Worte für unsere Arbeit. Die Hospizbewegung sei inzwischen ein Teil der Vareler Stadtgeschichte und habe sich über viele Jahre das Vertrauen der Menschen erarbeitet.


Besonders berührt hat uns sein Bild für die Bedeutung unserer Arbeit:

„Die Hospizbewegung mit all den Möglichkeiten ist das Herz, das der Stadt Varel transplantiert wurde. Sie hat Varel verändert.“


Diese Anerkennung gilt vor allem unseren Ehrenamtlichen, die Tag für Tag Zeit, Nähe und Menschlichkeit schenken.


Unser Dank gilt allen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern


25 Jahre Hospizbewegung wären ohne die vielen Menschen, die diesen Weg begleitet haben, nicht möglich gewesen.


Unser Dank gilt unseren Gründerinnen und Gründern, den früheren und heutigen Vorstandsmitgliedern, unseren hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie ganz besonders unseren ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleitern.


Ebenso danken wir unseren Mitgliedern, Fördernden, Spenderinnen und Spendern sowie unseren zahlreichen Netzwerkpartnern.


Sie alle haben dazu beigetragen, dass aus einer Idee eine Bewegung geworden ist.


Gemeinsam in die Zukunft


Unser Jubiläum ist nicht nur Anlass, zurückzublicken. Es ist auch ein Auftrag für die Zukunft.


Unsere Vorstandsmitglieder Anke Kueck, Dr. Lena Faida und Dr. med. Ernst-Berthold Ahlhorn machten deutlich, wie sich unsere Arbeit weiterentwickeln soll: Wir möchten die ambulante Hospizbegleitung stärken, in die qualifizierte Ausbildung unserer Ehrenamtlichen investieren und die Zusammenarbeit mit Palliativversorgung, Pflegediensten und weiteren Netzwerkpartnern ausbauen.


Anke Kueck betonte:

„Wir möchten, dass jeder Mensch die Unterstützung und Begleitung erhält, die er am Ende seines Lebens braucht – unabhängig davon, wo er lebt und in welcher Situation er sich befindet.“


Dr. Ernst-Berthold Ahlhorn blickte auf neue Aufgaben und Ideen:

„Vielleicht wird es Weiterentwicklungen wie Tageshospize oder Hospiz-Herbergen geben, eingebunden in die Palliativpflege und mit den Angehörigen.“


Hospizarbeit beschäftigt sich nicht nur mit dem Sterben.

Wie Lena Faida es beim Jubiläum auf den Punkt brachte:

„Hospizarbeit beginnt im Leben.“


Unser Jubiläumsjahr geht weiter


Wir möchten unser Jubiläum gemeinsam mit den Menschen in Varel und der Region weiterfeiern:

  • Ab 12. September: „Kunst und Poesie“ im Haus der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“
  • 31. Oktober: Lichterlauf
  • 13. Dezember: Konzert mit Stefan Weiller im Forum Alte Kirche

Wir freuen uns auf viele Begegnungen, Gespräche und gemeinsame Momente.


25 Jahre Hospizbewegung Varel bedeuten für uns 25 Jahre Vertrauen, Nähe und Menschlichkeit.


Danke an alle, die uns auf diesem Weg begleiten und unsere Arbeit unterstützen. Gemeinsam möchten wir auch in Zukunft Menschen verlässlich zur Seite stehen.


Denn niemand sollte seinen letzten Weg allein gehen müssen.