Gemeinsam für die Hospizarbeit: Zusammenarbeit intensiviert

Hospizbewegung Varel und St. Marien-Stift arbeiten noch enger zusammen


Palliativarbeit stärkt Pflegeangebot des Wohn- und Pflegezentrums der Friesland Kliniken. Pflegekräfte werden speziell geschult. Ehrenamtliche Mitarbeitende unterstützen gleichzeitig betroffene Bewohnerinnen und Bewohner auf ihrem letzten Gang.


Die Hospizbewegung Varel und das Wohn- und Pflegezentrum der Friesland Kliniken am St. Marien-Stift in Varel arbeiten künftig noch enger zusammen. „Natürlich spielt bei uns auch die Palliativarbeit eine wichtige Rolle. Dabei ist die ehrenamtliche Unterstützung der Hospizbewegung Varel bereits seit vielen Jahren eine wertvolle Hilfe – für unsere Pflegekräfte ebenso wie für die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Angehörige“, sagt Pflegedienstleiter Giovanni Maldaner. Gemeinsam mit der stellvertretenden Vereinsvorsitzenden der Hospizbewegung, Gisela Wilksen, und deren hauptamtlicher Koordinatorin Ines Ribbe hat das St. Marien-Stift nun eine intensivere Zusammenarbeit vereinbart.


„Wir werden in den kommenden Wochen einige Pflegekräfte des St. Marien-Stifts speziell in der Palliativarbeit schulen“, erklärt Ribbe. Der „Letzte-Hilfe-Kursus“ vermittelt spezielle Kenntnisse rund um die Begleitung schwerkranker Menschen. Vier Mitarbeitende des Pflege- und Wohnzentrums, in dem 45 Bewohnerinnen und Bewohner leben, werden diese eintägige Schulung wahrnehmen, um noch gezielter auf die Bedürfnisse von Menschen im letzten Lebensabschnitt eingehen zu können.


„Damit entwickeln wir unsere Pflegearbeit um einen wichtigen Baustein weiter, der den würdevollen und selbstbestimmten Umgang im St. Marien-Stift nochmals stärkt“, sagt Maldaner. Die Schulungen sollen dauerhaft in das Weiterbildungsangebot des Hauses aufgenommen werden. Gleichzeitig wird die Hospizbewegung Varel das St. Marien-Stift weiterhin mit ihren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unterstützen, wenn dies erforderlich ist. Der Austausch zwischen beiden Einrichtungen sei eng und vertrauensvoll.


Wilksen weist darauf hin, dass der Bedarf an ambulanter Palliativarbeit in Varel und Umgebung hoch sei und weiter steige. Rund 50 Ehrenamtliche begleiten jährlich zwischen 30 und 50 unheilbar erkrankte Menschen auf ihrem letzten Weg. Für Betroffene und Angehörige sei dies häufig eine große Entlastung. „Viele Menschen wissen gar nicht, dass es diese Unterstützung gibt“, sagt Wilksen.



Die ambulante Palliativarbeit ermöglicht es, dass schwerkranke Menschen in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung bleiben können. Zusammen mit dem stationären „Hospiz am Wattenmeer“, das nur über eine begrenzte Zahl an Plätzen verfügt, bildet sie ein wichtiges Angebot für die Region. Zwischen der Hospizbewegung und dem stationären Hospiz, die beide im selben Gebäude in Varel untergebracht sind, besteht ein enger Austausch. 


(v.r.): Gisela Wilksen, stellvertretende Vorsitzende Hospizbewegung, und deren Koordinatorin, Ines Ribbe, sowie ­­der Pflegedienstleiter des Wohn- und Pflegezentrums, Giovanni Maldaner.